Norway 2009 – Lom (N) – Åsen (N)

Zwar waren wir erst spät im Bett gewesen, aber gegen Frühaufsteher Werner war kein Kraut gewachsen, als wir aufstanden war schon Frühstück fertig, die Autos gepackt und geputzt!! Beim Frühstück schauten wir nochmal in die Karten um unseren heutigen Weg zu bestimmen, da wir unbedingt einen Pass „mitnehmen“ wollten entschlossen wir uns die 15 bis Vågåmo zu fahren um dort aus dann über die Slådalsvegen nach Lesja zu gelangen.

Wie sich später herausstellte war Slådalsvegen eine mautpflichtige Schotterstraße, mit einer Länge von nur 23 km, Höchster Punkt dieser Strecke liegt bei etwa 1.200 m. Derart Maut Stationen kannten wir auch schon, ein Zettel aus der „Box“ nehmen, Fahrzeugtyp und Nummernschild aufschreiben und zusammen mit ein paar NOK’s (hier 50 NOK) in den „Briefkasten“ werfen (Kopie behalten und im Fahrzeug mitführen).

Da standen wir nun, an der Maut Station und hofften das der Pass nicht gesperrt sei, wir rätselten einige Minuten lang was wohl „Slådalsvegen er stengt“ heißen könnte, aber wir kamen nicht drauf und machten uns auf ins Gebirge. Was wird uns hier wohl erwarten?

Slådalsvegen

… es fing an mit einer schotterigen Straße, teils lehmig und matschig, Schnee rechts und links und einer schönen Aussicht.

und dann leuchtete uns ein das „Stengt“ geschlossen heißen könnte… auf einmal hörte die Straße auf, einfach weggespült, kein weiterkommen möglich… umdrehen? ehe auch nur jemand ein Gedanke fassen konnte was wir nun machen sollen, war Werner schon dabei eine „Brücke“ aus Natursteinen zu bauen… Von der anderen Seite bekamen wir noch Besuch, dieser meinte mit seinen Ford Mondeo und ohne Fremdhilfe die Hürden schaffen zu können, das klappte aber nicht, er fuhr sich fest, wir halfen Ihm sich wieder zu befreien, dann drehte er um … aber die Lösung wäre für uns ja viel zu einfach… etwas sehr skeptisch war ich schon, wer unsere Autos kennt weiß das wir nicht viel Bodenfreiheit haben…

Geschafft… es ging weiter, am anderen Ende von der Gebirgsstraße war die Situation etwas eindeutiger, eine Schranke versperrte den Weg , und hier bekamen wir 100% Bestätigung das „Stengt“ geschlossen heißt. Warum war auf unserer Seite keine Schranke? Da schien uns jemand den Spaß nicht verderben zu wollen 🙂

Åsen

Nach den Strapazen suchten wir uns heute mal etwas früher eine Hütte, um nicht wieder bis auf den letzten Drücker durchs Land zu irren. Kaum beschlossen dass wir am nächsten Camping Ausschau halten, kam auch schon einer in Åsen. Hier wurden wir mit 700 NOK (ca. 82 EUR) zur Kasse gebeten, dafür bekamen wir aber die bisher schönste Hütte, auch wenn mit etwas zu kleinen Betten (wenn man sich es teilen möchte), die Hütte war noch ziemlich neu, und roch nach frischem Holz, die Schlafzimmer waren erstmals getrennt, und das Badezimmer für alle zugänglich ohne durch die Schlafzimmer latschen zu müssen. Auch hier war so ziemlich alles vorhanden was man zum Kochen brauch, bis auf einen Dosenöffner, den wir so gut wie in keiner Hütte vorfanden.

Nach dem Essen, oder war es vor dem Essen? Gingen wir hier auch erstmals Geocachen, der eine war direkt in Campingplatz nähe versteckt, für den anderen haben wir dann einen „kleinen“ Spaziergang von ca 6 Kilometer bis nach Åsen in Kauf genommen, tat aber zur Abwechslung mal ganz gut zu laufen.

Bei dem Spaziergang kamen wir an ein verlassenes Haus vorbei, es gab hier in der Gegend einige verlassene Häuser , die meistens direkt an der Hauptstraße, wir rätselten wie es sein könnte das noch so viele Dinge in dem Haus vorhanden waren, und warum die Eigentümer wohl Hals über Kopf auszogen, vielleicht waren Sie auch ausgewandert und kamen nie wieder?

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